Das Aufklärungsgespräch

„Erwachsen sein, das ist nicht schwer - Erwachsen werden dagegen sehr.“

 
Dass an dieser Redensart etwas dran ist, sieht jeder von uns ein. Wie lernt man eigentlich „Erwachsen zu sein“ und was gehört zum „Erwachsen sein“ dazu? Um diese Fragen zu beantworten suchen Heranwachsende Orientierung: Bei anderen Erwachsenen, bei ihrem Freundeskreis und natürlich auch bei ihren Eltern. Die Themen, die einen dabei in der Pubertät beschäftigen, sind natürlich auch die erste Freundin/der erste Freund und das erste Mal Alkohol trinken. Denn Alkoholgenuss kann – genauso wie Sex – Spaß machen und gehört für Jugendliche zum Erwachsensein dazu. Man muss nur wissen, wie es richtig gemacht wird und wie man damit umgeht. Für den Sex gibt es das Aufklärungsgespräch, meist mit den Eltern. Hier sind die Zuständigkeiten ziemlich klar abgesteckt.

 
Über Alkohol und seine Folgen wird jedoch allzu oft nur oberflächlich gesprochen und oft erst dann, wenn etwas passiert ist. Doch, wessen Aufgabe ist eigentlich das „Aufklärungsgespräch Alkohol“? Ganz einfach: Es ist die Aufgabe von uns allen.

 
Deshalb inszenieren wir, auf humorvolle Weise, Menschen, von denen man zwar nicht unbedingt sexuell aufgeklärt werden möchte (z. B. den unwiderstehlichen Metzgermeister, den schrulligen Mathelehrer, den beleibten Fußballtrainer usw.), die aber sehr wohl über das Thema Alkohol mit uns ins Gespräch kommen
können.
  

 


Mit dieser Einstellung wollen wir an das erwachsene Umfeld der Jugendlichen herantreten. Wir wollen ihnen ihre Vorbildfunktion verdeutlichen und sie auf ihren eigenen Umgang mit Alkohol hinweisen, damit sie den vernünftigen Umgang mit Alkohol auch selbst vorleben. Dabei steht auch immer „das Gespräch“ im Vordergrund. Wer glaubwürdig ist, der kann dann auch „auf Augenhöhe“ mit den Jugendlichen über das Thema sprechen – „nicht von oben herab“, nicht befehlend sondern überzeugend.